Ja, ich weiß, Spielzeug.. vielleicht Männerspielzeug... Aber ein GPS-Gerät ist doch nun wirklich ein cooles Ding! Und hoffentlich werde ich es auch in wenigen Monaten in den wilden Nationalparks Canadas ausgiebig testen können.
Hierbei handelt es sich um das Garmin GPS60. Bei Garmin auf der Website wird es noch für 209,00 Euro angeboten, in den einschlägigen Outdoor- und GPS-Foren wird allerdings angemerkt, dass dieses Gerät nicht mehr diesen stolzen Preis wert ist. Mittlerweile gibt es deutlich bessere für ähnliches Geld.
Aber ich hatte Glück und habe meins bei ebay-Kleinanzeigen für 55 Euro erstanden.
Es hat keinen Kratzer und funktioniert bis jetzt einwandfrei. Und da, denke ich, ist das Gerät wieder ein Topmodel!
Dieses GPS-Gerät hat kein eigenes Kartenmaterial gespeichert. Lediglich alle Städte der Welt (so die Herstellerangabe), was in Notfallsituationen doch hilfreich sein kann. Es zeigt einem natürlich dann nur die Luftlinie zum Zielort an, aber das dürfte dem verloren gegangenen Wanderer herzlich egal sein, Hauptsache er (oder ich) kommt irgendwie ans Ziel.
Begibt man sich nun selber in die Wildnis, wo ja ohnehin keine Straßen vorhanden sind, so kann man sich mit einigen Funktionen langsam seine eigene Karte aufbauen. Es können Orte markiert und mit einem Symbol auf der Karte fixiert werden, es können Tracks aufgezeichnet werden (leider nur 20 Stück, wobei ich glaube, dass das für einen Trip oder eine Reise ausreicht, denn wenn man so lang an ein und demselben Ort lebt, dass man mehr als 20 Trips in der selben Gegend macht... dann sollte man sich langsam auch ohne GPS auskennen) und es können Routen zwischen den gespeicherten Markierungen angefertigt werden, sodass das Gerät einem den Weg weist.
Die Akkudauer wird mit bis zu 28 Stunden angegeben. Das erscheint einem vielleicht zunächst etwas kurz, allerdings bedeutet bei dem Gerät Akkulebensdauer auch nicht wie beim Handy Standby, sondern der Bildschirm ist die ganze Zeit an und die Daten werden die ganze Zeit verarbeitet und gespeichert.
Ist man also am Tag 6 stunden Unterwegs, so lässt sich damit 4 Tage komplett mit GPS Unterstützung wandern. Da das Garmin mit herkömmlichen AA-Batterien oder Akkus betrieben wird. Dürfte die Nachschubgewinnung ein geringes Problem sein, bzw. man packt sich eben noch 4 weitere Batterien ein und hat so wirklich genügend Rückhalt. Ob es das Versprechen von 28 Stunden einhalten wird, werde ich aber erst noch herausfinden müssen.
Das werde ich sicherlich bei einer kleinen Tour beim Geocachen in Hamburg ausprobieren. Jetzt, wo ich ein GPS-Gerät habe, dass nicht nach 3 Stunden Google Maps, HSDPA, GPS und Display auf voller Helligkeit den Geist aufgibt, könnte das Geocachen auch etwas erfolgreicher werden.
Verbunden wird das mit einer Fototour, bei der ich auch gleich mein neues Stativ ausprobieren werde.
Fotos gibts sicherlich dann online.